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Wir Männer kennen folgendes Szenario nur zu gut: Eine attraktive Frau huscht durch unser Blickfeld und wir sind sofort in ihrem Bann. Viele Männer versuchen dann ihr Glück und bekommen nicht selten einen Korb. Daher wäre es als Mann ratsam Methoden, wie zum Beispiel Push and Pull anzuwenden, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden und das Interesse einer Frau zu wecken.

Die feminine Perspektive

Versuchen wir nämlich die feminine Perspektive einzunehmen, können wir uns vorstellen, dass die Nachfrage nach attraktiven Frauen besonders hoch ist. Die meisten Männer werfen in der Anwesenheit einer Frau ungezügelt mit Komplimenten um sich, in der Hoffnung, sie mit Schmeicheleien für sich zu gewinnen. Dieses Verhalten führt in der Regel jedoch dazu, dass der Aufmerksamkeit des Mannes kaum einen Wert beigemessen wird. Eine Frau sehnt sich bei der Verführung danach, einen Mann in ihren Bann zu ziehen, dessen Aufmerksamkeit sie nur mit Bemühungen ergattern kann.

Ist ein Mann nämlich genauso leichte Beute wie jeder andere, differenziert er sich nicht von seiner Konkurrenz und qualifiziert sich dadurch auch nicht als Sexualpartner. Da sich Frauen stets nach Bestätigung sehnen, verlieren sie ihr Interesse an jenen Männern, die ihnen genau das nicht geben können.

Push and Pull – Was bedeutet es genau?

Push bedeutet, dass du gegenüber einer Frau Dinge tust oder sagst, die dazu führen, dass sie anzweifelt, ob du wirkliches Interesse an ihr hast. Pull hingegen bedeutet das Gegenteil. Machst du einer Frau beispielsweise ein Kompliment, dann pullst du und äußerst Interesse an ihr. Einzelnd angewendet, sind jedoch weder Push noch Pull bei der Verführung einer Frau besonders effektiv.

Vermittelst du einer Frau nämlich zu viel Desinteresse (Push), kannst du dir sicher vorstellen, dass du deine Chancen ihr gegenüber verschlechterst, da du ihr das Gefühl gibst, für dich nicht attraktiv genug zu sein. Frauen möchten, so wie die meisten Menschen Ablehnung um jeden Preis verhindern. Daher ist es nicht ratsam, einer Frau ausschließlich mit Ablehnung zu begegnen. Wie oben bereits erläutert, ist es auch unvorteilhaft zu viel eindeutiges Interesse zu zeigen.

Push and Pull kennzeichnet also ein Wechselspiel zwischen Desinteresse und Interesse. Aber warum soll das so effektiv sein? Wendest du diese Methode korrekt an, wirst du Selbstzweifel in ihr hervorrufen, die letztendlich dazu führen, dass sie Unsicher darüber ist, ob sie deinen Ansprüchen gerecht werden kann. Du wendest somit das Blatt und gibst ihr das Gefühl, nicht wie die meisten Männer leichte Beute zu sein, die sie mit einem Fingerschnips erobern kann. Dadurch entsteht für sie der Anreiz, dich als Mann verführen zu wollen, da sie deiner Aufmerksamkeit einen höheren Wert beimisst.

Der Zauber des Push and Pull

Stelle dir folgende Situation vor:

Du triffst eine Frau, die du äußerst attraktiv findest und deinem Ideal entspricht. Deiner Erfahrung nach weißt du bereits intuitiv, dass Frauen von ihrem Kaliber in der Regel nicht leicht zu bekommen sind. Entgegen deinen Erwartungen aber stellt sich heraus, dass diese Frau sich dir an den Hals wirft und eine Verführung nicht einmal notwendig ist. Sicherlich würdest du dir denken: „Wie kann es sein, dass eine Frau wie sie für mich nicht schwer zu kriegen ist? Ist sie vielleicht doch nicht so toll und begehrt, wie ich dachte? Wo ist der Haken?

Eine Frau, für die du hingegen kämpfen müsstest, würde ganz andere Gefühle in dir hervorrufen. Die Tatsache, dass du darüber im Unklaren wärst, ob sie nun Interesse an dir hat oder nicht, hätte die Anspannung erhöht. Jedes Mal, wenn du den Eindruck hättest, aufgeben zu müssen, würde sie dir wieder das Gefühl gegeben, dass es sich vielleicht doch für dich lohnen könnte, wenn du weiterhin versuchst sie zu erobern.

Nach der erfolgreichen Eroberung würdest du dich wie ein Gewinner fühlen und auch dein Selbstbewusstsein hätte sich danach erhöht. Genau das ist Push and Pull.

Was ist, wenn sie negativ reagiert?

Einer der Hauptgründe, warum viele Männer sich davor fürchten, Frauen Desinteresse zu zeigen, ist ihre Angst dadurch Ablehnung zu erfahren. Diese Methode wird daher oft als zu riskant eingeschätzt.

Hier ein paar Beispiele für Bedenken, die einige Männer haben:

“Push and Pull ist zu riskant! Was ist, wenn ich ihre Gefühle verletze und die Verführung scheitert?”

“Was ist, wenn eine Frau kein starkes Interesse an mir hat und Push sie nur noch weiter von mir entfernt?”

Ich würde dir von diesen Sichtweisen jedoch abraten, da du sonst eine der effektivsten Verführungsmethoden auslässt, die das Interesse einer Frau entfachen kann.

Beispiele für Push and Pull

Schauen wir uns folgende Beispiele an, um uns vorstellen zu können, wie diese Methode in der Praxis Anwendung finden könnte. (Beachte jedoch: Sinn dieser Beispiele ist es nicht, auswendig gelernt zu werden. Eher solltest du versuchen, die eigentliche Idee hinter ihnen zu begreifen, damit du in Zukunft deine eigenen Push and Pull-Sätze für den richtigen Moment kreieren kannst.)

Eigentlich bist du absolut nicht mein Typ. Wenn du aber vielleicht noch eine süße Seite an dir hast, würde ich es mir nochmal überlegen.“

Mit der ersten Aussage drückst du die Frau von dir (Push), da du ihr mitteilst, dass sie wohl nicht dein Typ sei. Der zweite Satz hingegen, der einen Pull verkörpert, hat hier die Besonderheit, dass er der Frau eine Barriere bietet, die sie nur noch überwinden muss (sich von einer süßeren Seite zeigen), um sich für dich zu qualifizieren.

Dieses Beispiel würde aber nur dann eine korrekte Anwendung finden, wenn du bereits wahrgenommen hast, dass die Frau Interesse an dir hat. Dadurch erhöhst du die Anspannung und kannst dabei zusehen, wie sie sich von nun an noch mehr ins Zeug legen wird!

Ich glaube, es ist besser, wenn du gehst. Die Versuchung ist nämlich viel zu groß, weil du so süß bist.“

Wieder drückst du sie mit einer schockierenden Aussage von dir weg. Nach einem klitzekleinen Moment enthüllst du jedoch, dass du dich zu ihr hingezogen fühlst und ziehst sie somit wieder an dich heran. Unabhängig davon wie du das Interesse einer Frau einschätzt, kann dieser Spruch so gut wie immer Anwendung finden.

Ich glaube, wir beide würden ein richtig gutes Pärchen sein. Obwohl, vielleicht doch nicht. Wir würden uns wahrscheinlich nur streiten.“

Dieses Beispiel kann eine besonders kraftvolle Wirkung haben. Im ersten Satz pflanzt du einer Frau den Gedanken ein, wie es wohl wäre, wenn ihr beide zusammen wärt und sagst ihr, dass du von der Idee überzeugt bist (Pull).

Für einen kleinen Moment würde die Frau annehmen, dass dir dieser Gedanke gefällt, weil du höchstwahrscheinlich Interesse an ihr hast. Die Tatsache jedoch, dass du im zweiten Satz selbst die Idee abbläst, ohne auf ihre Meinung zu warten, kann in ihr für ein Emotionschaos sorgen.

Verbales und nonverbales Push and Pull

Eben habe ich verbale Beispiele für Push and Pull dargestellt. Aber natürlich kann man diese Methode nicht nur verbal, sondern auch nonverbal vermitteln. Dies würde also bedeuten, dass du statt mit deinen Worten nun deine Körpersprache kommunizieren lässt.

Stelle dir dafür folgendes Beispiel vor:

Du sitzt mit einer Frau an einer Bar und unterhältst dich mit ihr. Dein Körper ist ihr die gesamte Zeit zugewendet, was ihr zeigt, dass sie im Moment das Zentrum deiner Aufmerksamkeit ist. Deiner ungeteilten Aufmerksamkeit nach zu urteilen, könnte die Frau in diesem Moment noch annehmen, dass sie dich in ihren Bann gezogen hat, da du ihr interessiert zuhörst und neugierig Fragen stellst (Pull).

Nun stelle dir vor, dass du ihr ohne Vorwarnung für einen Augenblick deine Aufmerksamkeit entziehst und dich deinem Freund zuwendest, der sich auf der anderen Seite der Bar befindet (Push).

Die meisten Männer würden so etwas nicht tun. Sie würden annehmen, dass sie damit das Interesse einer Frau verspielen würden. Schenkt eine attraktive Frau ihnen Aufmerksamkeit, würden sie alles für die Dame stehen und liegen lassen, in der Hoffnung damit ihre Chancen zu verbessern. Eine Frau kann dadurch aber das Gefühl entwickeln, dass der Mann ein viel zu leichtes Spiel für sie ist.

Entziehst du ihr ohne Vorwarnung deine Aufmerksamkeit, vermittelst du ihr dadurch, dass sie dein Interesse keineswegs für eine sichere Nummer halten sollte. Im Idealfall bewirkst du damit, dass sie sich ins Zeug legen wird, um deine Beachtung wiederzuerlangen.

3 wichtige Tipps für ein erfolgreiches Push and Pull

  • Versuche immer eine Balance zwischen „Push“ und „Pull“ zu finden. Zu viel „Pull“ und du vermittelst ihr den Eindruck, dass du ein viel zu leichtes Spiel für sie bist. Zu viel „Push“ und sie wird denken, dass du kein Interesse an ihr hast.

  • Orientiere dich für die erfolgreiche Anwendung dieser Methode an ihrem Verhalten. Merkst du, dass ihre Aufmerksamkeit für dich schwindet, verwende „Pull“. Zeigt sie Interesse, kannst du „Push“ anwenden.
  • Denke immer daran, dass auch dein nonverbales Verhalten den Push and Pull-Effekt erzeugen kann und versuche im Umgang mit Frauen stets einzuschätzen, ob ein Pull oder Push-Verhalten angebracht wäre.


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